Hubtisch für die Marienorgel im Kölner Dom
Scherenhubtisch für das Anheben der Orgel im Kölner Dom
Die Planung samt behördlicher Genehmigung von uns begleitet.
Durch das darunter liegende Gewölbe musste die Statik im Vorfeld geklärt werden.
Durch die sehr empfindliche Struktur, war äußerste Vorsicht notwendig.
Der Hubtisch im Kölner Dom ist kein alltägliches Projekt. Für die neue Marienorgel im Kölner Dom durften wir die Hubtechnik liefern, mit der das komplette Instrument angehoben werden kann.
Die neue Orgel wurde von der Johannes Klais Orgelbau GmbH aus Bonn gebaut und am 14. Juni 2026 feierlich eingeweiht. Das Besondere an der Konstruktion: Die gesamte Orgel steht auf einem von uns gelieferten Scherenhubtisch. Wird dieser angehoben, verändert sich die Position der Orgel und damit auch die Abstrahlung des Klangs. In der oberen Position kann der Klang gezielt über die Chorstallen in den Binnenchor geleitet werden.
Was später auf Knopfdruck funktioniert, war in der Umsetzung allerdings alles andere als einfach. Dem Projekt ging eine lange Planungs- und Abstimmungsphase voraus. Denkmalschutz, Genehmigungen, Statik, verfügbare Einbauverhältnisse und die optische Integration der Technik mussten miteinander in Einklang gebracht werden.
Hubtechnik als Teil des Orgelkonzepts
Die neue Marienorgel ist nicht einfach nur auf einem Podest aufgestellt. Der komplette Orgelkorpus wird durch den darunterliegenden Scherenhubtisch vertikal bewegt.
Damit wird der Hubtisch zu einem wesentlichen Bestandteil des Gesamtkonzepts: In abgesenkter Position dient die Orgel vor allem der Marienkapelle. Wird sie angehoben, kann sich der Klang stärker in Richtung Binnenchor ausbreiten. Genau diese bewegliche Konstruktion wird auch vom Kölner Dom und vom Orgelbauer als technische Besonderheit des neuen Instruments hervorgehoben.
Traglast
6000 kg
Plattform
4210 x 1700 mm
Hub
2800 mm
Denkmalschutz, Technik und Optik mussten zusammenpassen
Bei Industrieanlagen steht häufig die technische Funktion an erster Stelle. Im Kölner Dom kamen zusätzliche Anforderungen hinzu.
Die Hubtechnik befindet sich in einem historisch und architektonisch besonders sensiblen Umfeld. Entsprechend umfangreich waren die Abstimmungen hinsichtlich Denkmalschutz, Genehmigung, Einbausituation und Gestaltung.
Bereits vor dem Einbau der neuen Marienorgel wurde die bestehende Orgel entfernt, damit die historisch wertvollen Chorschrankenmalereien dahinter restauriert und konserviert werden konnten. Das zeigt, wie sensibel Eingriffe in diesem Bereich des Doms behandelt werden mussten.
Die technische Konstruktion sollte zuverlässig funktionieren, durfte sich optisch aber nicht in den Vordergrund drängen. Der Hubtisch verschwindet deshalb weitgehend unter dem Orgelkorpus und wird erst beim Anheben als Bestandteil der Konstruktion sichtbar.
Hubtischmontage im Kölner Dom
Die Montage des Hubtisches im Kölner Dom erforderte besondere Sorgfalt. In einem historischen Bauwerk können Einbringung und Befestigung nicht wie in einer gewöhnlichen Industriehalle erfolgen.
Bereits beim Transport der Bauteile zum Einbauort musste besonders auf die vorhandenen Böden und die zulässige Lastverteilung geachtet werden. Gleichzeitig galt es, historische Bauteile, Statuen, Sitzbänke und weitere Einrichtungen im direkten Umfeld zuverlässig zu schützen.
Auch bei der Befestigung des Hubtisches war höchste Präzision gefragt. Bohrungen, Auflagepunkte und die Einleitung der Kräfte in den Bestand mussten genau abgestimmt werden. Jeder Montageschritt erfolgte deshalb mit besonderer Vorsicht und unter Berücksichtigung der baulichen und denkmalpflegerischen Gegebenheiten.
Orgel und Hubtisch abgesenkt
In der abgesenkten Grundposition ist der Hubtisch nahezu vollständig unter der Orgel verborgen und fügt sich unauffällig in das Gesamtbild ein. Die Technik tritt optisch bewusst in den Hintergrund – sichtbar bleibt in erster Linie die Orgel selbst.
Gerade in einem denkmalgeschützten Bauwerk wie dem Kölner Dom war diese zurückhaltende Integration ein wichtiger Bestandteil der Planung. Der Hubtisch bildet die technische Basis der Konstruktion, ohne die Architektur und Wirkung des historischen Innenraums zu beeinträchtigen.
Orgel im Nebenflügel durch gehobenen Hubtisch sichtbar
In der oberen Position wird die besondere Funktion der Anlage deutlich: Der Hubtisch hebt die komplette Marienorgel so weit an, dass sie auch vom angrenzenden Bereich des Doms sichtbar wird und der Klang gezielt in den Binnenchor abstrahlen kann.
Der eigentliche Hubtisch wird dabei von einem mitfahrenden Faltenbalg umschlossen. Dieser schützt die beweglichen Komponenten vor unbeabsichtigtem Eingriff und sorgt gleichzeitig dafür, dass sich die Hubtechnik auch im ausgefahrenen Zustand optisch sauber in die hochwertige Umgebung des Kölner Doms einfügt.
So verbindet die Konstruktion Funktion, Sicherheit und Gestaltung – ohne dass die Technik stärker in Erscheinung tritt als notwendig.
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FAQ zum Hubtisch im Kölner Dom
Häufig gestellte Fragen zu Scherenhubtisch unter der Marienorgel im Kölner Dom
Durch das Anheben verändert sich die Position des gesamten Instruments. Dadurch kann der Klang gezielt stärker in den Binnenchor des Kölner Doms geleitet werden. In abgesenkter Position steht dagegen die Nutzung für die Marienkapelle im Vordergrund.
Unter dem kompletten Orgelkorpus befindet sich ein von uns gelieferter Scherenhubtisch. Er übernimmt die vertikale Bewegung der gesamten Orgelkonstruktion.
Die Stahlplatte dient der großflächigen Lastverteilung. Die Kräfte aus Hubtisch und Orgel werden dadurch nicht punktuell, sondern über eine größere Fläche in den vorhandenen Untergrund eingeleitet. Gerade bei einem historischen Gebäude ist die Abstimmung der Konstruktion mit der Statik besonders wichtig.
Der Hubtisch musste in einen historisch besonders sensiblen Gebäudebereich integriert werden. Deshalb waren umfangreiche Planungen und Abstimmungen notwendig. Neben der technischen Funktion mussten auch der bestehende Baukörper, die Statik und die optische Integration berücksichtigt werden.
Die Orgel wurde von Johannes Klais Orgelbau aus Bonn gefertigt. Sie verfügt über 18 Register. Der Orgelprospekt wurde vom Architekturbüro Mecanoo aus Delft gestaltet. Von uns stammt der darunterliegende Scherenhubtisch, mit dem das komplette Instrument angehoben werden kann.